Seit November 2009 wurden anhand von Garderobenmappen, wenigen erhaltenen Skizzen und Originalstoffproben aus der Hinterlassenschaft Georgiadis', ein Überblick über das Stück geschaffen.
Der größte und wichtigste Teil der Vorlagen allerdings kam in Form von Kostümen aus der Pariser Oper und dem Opernmuseum in Paris.

Die Anforderung war, die Originalfassung des Don Quichotte, der 1966 von Rudolf Nurejev choreographiert und von Nicholas Georgiadis für Wien entworfen wurde, wieder in dieser Form auf die Bühne zu bekommen.
Die Schwierigkeit lag vor allem darin, die Optik der Kostüme mit heutigen Materialien und Verarbeitungstechniken so zu erhalten, dass das Flair nicht verloren geht.

Ab März 2010 wurden 4 Monate lang Stoffe, Borten, Bänder, Quasten, Bommerl, Fächer, Strass Steine, Perlen, Goldornamente, Blumen und noch viele andere Dekoteile gesucht, bestellt und zum Teil sogar extra angefertigt.

Schließlich wurde mit viel Einfühlungsvermögen und Liebe zum Detail von unseren Werkstätten aus ca. 1530 Kostümteilen, für 152 Rollen, 203 Kostüme in unglaublicher Pracht wieder auf die Bühne der Wiener Staatsoper gebracht.


Fotos: (c) Michael Pöhn/ STOP